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Sachsenderby geht an Leipzig

Mit der optimalen Punktausbeute gewinnen die L.E. Volleys das Derby gegen ihre sächsische Konkurrenz aus der Landeshauptstadt. Nur zu Beginn wusste die zu überzeugen. Danach spielte Leipzig groß auf.

Sieg nach intensivem Spiel

Karlsruhe gewinnt ein hochklassiges Speil in Schwaig mit 3:1 und holt sich damit den vierten Sieg im vierten Spiel.

Mainz verliert klar

Sechs Punkte hat ein überzeugend auftretender TSV Mimmenhausen eingefahren und sich damit auf Platz eins der Tabelle geschmettert. Christian Pampel erhielt die Goldmedaille gegen Mainz-Gonsenheim.

Umkämpftes Seederby

Als MVP wurde Zuspieler Cipollone ausgezeichnet. Am Freitag entschied Mimmenhausen das eigentlich stets höchst umkämpfte Seederby überraschend deutlich für sich. Sehr zur Freude von Christian Pampel

Ein echtes Spitzenspiel im Wohnzimmer

Im Topspiel gegen Gotha müssen die Hammelburg Volleys in den Tiebreak. Den entscheiden sie aber klar für sich. Für eine unfreiwillige, aber folgenlose Pause sorgt ein "abgeschossener" Laptop.

Alle Infos zum ersten Spieltag: Saisonstart der 1. Bundesliga Frauen live bei SPORT1

Am Mittwoch, 06. Oktober, startet die Volleyball Bundesliga der Frauen in ihre 46. Saison. Das Auftaktspiel bestreiten der SSC Palmberg Schwerin und der SC Potsdam um 18:30 Uhr live im Free-TV auf SPORT1.

Insgesamt werden mindestens 28 Hauptrunden- und Playoff-Partien der Frauen-Bundesliga live bei SPORT1 im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein. Zum Rechtepaket gehören zudem die Partien im DVV-Pokal (außer DVV-Pokalfinale). Alle anderen Spiele können bei SPORT1 Extra im Pay-TV verfolgt werden.

Die Volleyball Bundesliga hat vor dem Start der Saison 2021/22 bei allen Teams Stimmen gesammelt und dabei nach dem aktuellen Stand der Vorbereitung und den Saisonzielen gefragt.

VC Neuwied 77 jubelt zur vorzeitigen Meisterschaft in der 2. Bundesliga Frauen Süd 2021! Foto: Eckhard Schwabe

SSC Palmberg Schwerin – SC Potsdam (18:30 Uhr)

Die beiden Mannschaften trafen zuletzt beim DVV-Pokalfinale im Februar aufeinander, welches die Schwerinerinnen klar für sich entschieden. Laut Potsdams Teammanager Eugen Benzel sind „die Spiele gegen den SSC immer mit Brisanz versehen“. Für Zuspielerin Denise Imoudu vom SSC ist das erste Spiel gegen Potsdam „etwas ganz Besonderes“. Neben der regionalen Nähe hat sie selbst schon drei Spielzeiten beim SC Potsdam gespielt, auch Anne Hölzig, Lindsey Ruddins und Symone Speech waren für das Team aus der Landeshauptstadt Brandenburgs am Netz.

Ein Blick auf die vergangene Saison zeigt, dass beide Mannschaften eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchlebt haben, mit anstrengenden und spannenden Strecken dazwischen. Von Rückschlägen und Niederlagen hat sich kein Trainer und keine Spielerin unterkriegen lassen. Schwerins Trainer Felix Koslowski zog als Fazit der letzten Saison: „Am Ende den DVV-Pokal, den Supercup und eine Meisterschaftsmedaille in der Hand zu halten, da können und müssen wir alle sehr glücklich, stolz und zufrieden rausgehen“.

Über den zurückliegenden Sommer konnten sich beide Teams trotz Corona sehr gut vorbereiten. Trainer Felix Koslowski kam zwar mit den Nationalspielerinnen erst später dazu, jedoch haben die Co-Trainer Martin Frydnes und Paul Sens mit den anderen Spielerinnen optimal arbeiten können. Testspiele gegen Top-Teams aus Europa standen fast jedes Wochenende an. Ähnlich hat Potsdam seine Vorbereitung gestaltet. Teammanager Benzel erklärt, dass an den Wochenenden im August „kleine teambildende Maßnahmen“ durchgeführt wurden und erst ab September mit dem kompletten Kader trainiert wurde. Auf dem Plan standen viele Testspiele und Turnierteilnahmen.

Der Schweriner Geschäftsführer Christian Hüneburg hat das Saisonziel deutlich vor Augen: „Bei einem nationalen Titel können wir von einer erfolgreichen Saison sprechen“. Meisterschaft, Pokal und CEV-Cup stehen im Fokus der Schweriner. Beim SC Potsdam wird jede Saison versucht, die maximal mögliche Leistung herauszuholen. Das Ziel ist daher „an die Leistung der Vorsaison anzuknüpfen und immer versuchen eine Schippe draufzulegen“, so Teammanager Benzel.

SSC-Trainer Koslowski sieht die Stärken der Schweriner Spielerinnen in der unglaublichen Motivation und ihrer harten Arbeit. „Das ist die beste Basis, die wir uns wünschen können, um am Ende erfolgreich zu sein“. Auch bei den Potsdamerinnen sieht Benzel die Team-Qualität und Team-Stärke als großen Vorteil, um stark in die neue Saison zu starten.

Veränderungen im Umfeld gibt es beim SSC Palmberg Schwerin vor allem beim Bau des Vereinsheims und im Umbau der Palmberg-Arena. Dort soll der Businessbereich erweitert werden und somit den Unterstützern ein angemessenes Umfeld geboten werden. Trotz Corona haben beide Vereine großartige Unterstützung ihrer Partner und Sponsoren erfahren.

Auf die Frage, worauf man sich am meisten diese Saison freue, sind sich alle einig: Auf die Fans und die Zuschauer in den Arenen.

Nach der Niederlage im Supercup will Schwerin wieder jubeln! Foto: Conny Kurth 

Allianz MTV Stuttgart – Schwarz-Weiß Erfurt (19:00 Uhr)

Schwarz-Weiß Erfurt will sein Comeback feiern. „Dieses Jahr ist mit uns zu rechnen!“, so Headcoach Konstantin Bitter. Mit professionellen Strukturen in der Geschäftsführung und Verbesserungen im Mannschaftsumfeld soll die diesjährige Mannschaft konkurrenzfähiger werden.

Allianz MTV Stuttgart versucht es mit einer Mischung aus einem starken Mannschaftskern mit internationalen Spielerinnen und vier jungen, hoffnungsvollen Talenten. Die Spielerinnen von Trainer Tore Aleksandersen agieren bereits sehr gut zusammen und wollen weiter gemeinsam wachsen.

Der neue SWE-Trainer Bitter bringt frischen Wind in die Mannschaft. Nach vielen Jahren als Co-Trainer bei verschiedenen Clubs und auch bei den DVV-Juniorinnen hat er nun den nächsten Schritt gemacht und startet in seine erste Saison als Headcoach. SWE-Manager Yves Wangemann ist sich sicher: „Wir sind überzeugt, dass wir mit seinem Konzept und den neu geschaffenen Strukturen in der 1. Bundesliga erfolgreich sein können“.

Die Auftaktbegegnung ist für Stuttgarts amerikanische Top-Diagonalangreiferin Krystal Rivers „immer speziell, weil wir da erstmals zeigen können, woran wir in der Vorbereitung gearbeitet haben“. Zudem sei Erfurt ein schwieriger Gegner zu Beginn, da der neue Coach und einige neue Spielerinnen frischen Wind in die Mannschaft brächten.

Wangemann sieht das erste Spiel „als große Herausforderung. Die Gegensätze könnten kaum größer sein“. Der Rückblick auf die vergangene Saison ist bei SWE Geschäftsführer Thomas Recknagel kurz und knapp: „Es war Zeit für grundlegende Veränderungen“, welcher mit vielen Neuzugängen und dem Trainerwechsel vollzogen wurde.

Mit der erfahrenen Antonia Stautz kehrt nach vier Jahren in Potsdam eine Spielerin zurück, die schon mit Erfurt 2015/16 den Aufstieg in die Beletage geschafft hatte. Daneben hat Erfurt noch sieben weitere Zugänge zu verzeichnen.

Bei Stuttgart wurde Cheftrainer Aleksandersen frühzeitig verlängert, nachdem er Mitte letzter Saison kurzfristig verpflichtet wurde. Die Co-Trainer Positionen wurden mit Benedik Huus (Norwegen) und Faruk Feray (Türkei) neu besetzt. Die Neuzugänge wurden sehr bewusst ausgewählt. Top-Transfer dürfte Simone Lee sein. Die US-Nationalspielerin ist Außenangreiferin und dürfte mit Hauptangreiferin Krystal Rivers ein furchteinflößendes Angriffsduo bilden. Ilka van de Vyver (Belgien), Julia Nowicka (Polen), Eline Timmermann (Niederlande) heißen die weiteren internationalen Neuzugänge, zu denen sich die deutschen Talente Lena Grundt, Helena Dornheim und Hannah Kohn vom Bundesstützpunkt Stuttgart gesellen.

Die Ziele sind klar gesetzt: Sportdirektorin bei Allianz MTV Stuttgart Kim Renkema möchte „unter den ersten vier Mannschaften der Liga sein und die Nachwuchsspielerinnen sollen heranwachsen“. Der konkurrierende Trainer Bitter möchte das ganze Potenzial seiner Spielerinnen ausschöpfen, denn „wir haben die Fähigkeit, sehr viele Teams zu ärgern“.

Findet Stuttgart zu alter Stärke zurück? Foto: Moritz Bosold

VfB Suhl LOTTO Thüringen- Ladies in Black Aachen (19:00 Uhr)

In der vergangenen Saison konnte der VfB Suhl LOTTO Thüringen das Hin- und Rückrundenspiel jeweils mit 3:0 gegen die Aachener Frauen gewinnen. Das soll sich diese Saison ändern, findet Andreas Steindl, PR-Verantwortlicher der Ladies in Black: „In der Vorbereitung bei einem Test gegen den VfB Suhl wurde deutlich, dass das eine enge Kiste werden kann und uns nichts geschenkt wird.“

Aachen konnte seine Vorbereitung mit dem NetAachen-Cup in heimischer Halle mit Zuschauern, einigen anderen Testspielen, sowie einem Turnier in Stuttgart gestalten und fühlt sich gut vorbereitet.

Für die kommende Saison verpflichteten die Ladies in Black den argentinischen Headcoach Guillermo Gallardo, der in seiner Zeit in Vilsbiburg zwei Mal Deutscher Meister und einmal DVV-Pokalsieger wurde. Vom letztjährigen Team blieben die drei deutschen Spielerinnen Annie Cesar, Leonie Schwertmann und Nationalspielerin Jana-Franziska Poll. Ganze zehn Spielerinnen stießen neu zum Team.

In Aachen ist die Vorfreude insbesondere auf die Zuschauer groß. Das Publikum habe eine besondere Verbindung zum Team und mit diesem wieder „Volleyball-Feste feiern zu können“ nennt Leonie Schwertmann als großes Ziel. „An die letzte Saison haben wir schnell einen Haken gesetzt“, erklärt Sebastian Albert, Geschäftsführer der Ladies in Black, „nun richten sich unsere Blicke aber definitiv nur noch nach vorne.“

Ein konkretes Saisonziel nennt Albert nicht, „vielmehr ist es uns ein Anliegen, hier mittelfristig etwas aufzubauen. Wichtig ist uns, dass wir eine Entwicklung in der Mannschaft sehen und sie Spielfreude und Kampf zeigt.“  

Auch beim VfB Suhl LOTTO Thüringen wurde ein Trainerwechsel herbeigeführt. Neu an der Linie ist der international erfahrene Ungar Laszlo Hollosy. Vier Neuzugänge stehen sieben Vertragsverlängerungen gegenüber. Hier setzt der Club aus Südthüringen also auf Konstanz. Fehlen wird dem Team sicherlich die langjährige Leistungsträgerin Claudia Steger, die nach zwölf Jahren ihre Karriere in Suhl mit der abgelaufenen Saison beendet hat.

Aufsehen erregen könnte die 21-jährige niederländische Nationalspielerin Annick Meijers. Die Außenangreiferin wechselt aus der ersten italienischen Liga nach Thüringen und bringt trotz ihres jungen Alters bereits hochklassige Erfahrung mit.  

"Die Aachenerinnen sind eine kleine Wundertüte, nachdem sie letzte Saison erst spät den Einzug in die Playoffs geschafft haben, wollen sie dieses Jahr wieder oben angreifen. Ich bin froh, dass wir gegen sie zuerst Zuhause spielen, mit unseren Fans im Rücken. Im Hexenkessel Aachen ist die Ausgangslage noch einmal ungemein kniffliger", so Trainer Laszlo Hollosy.

Das erste Saisonspiel in der Wolfsgrube! Foto: Jürgen Scheere

NawaRo Straubing - USC Münster (19:30 Uhr)

Für den USC Münster ist das Auftaktspiel gleich das mit dem weitesten Anfahrtsweg. Trainerin Lisa Thomsen und ihr Team „sind sehr gespannt, was uns dort erwartet. Mit den energischen Fans in dieser recht kleinen Halle ist es dann für jedes Team eine Herausforderung.“

Beide Mannschaften versuchten, die Saisonvorbereitung trotz Corona so normal wie möglich zu gestalten. „Mit Corona haben wir leider inzwischen fast Routine“ so USC-Trainerin Thomsen und auch Straubings neuer Chefcoach Bart-Jan van der Mark hat die Vorbereitung „so normal wie möglich geplant“. Selbstverständlich mit strengen Hygienekonzepten und weniger Reisen. Bei den Spielerinnen vom USC kam durch den Umbau der Heimspielstätte Berg Fidel und daraus resultierenden Umplanungen von Trainingseinheiten noch eine große logistische Herausforderung hinzu. Pünktlich zum Saisonstart sind die Arbeiten nun jedoch abgeschlossen.

Die größte Freude aller ist, dass voraussichtlich endlich wieder vor Zuschauern gespielt werden kann. Fans in der Halle gäben einen großen „Motivationsschub“ und „viel mehr Emotionen“, sind sich die Straubingerin Marie Hänle und Münsters Nikolina Maroš (Österreich) einig.

Beide Mannschaften wurden quasi runderneuert. Nur vier Spielerinnen (Münster), bzw. drei (Straubing) blieben von den letztjährigen Teams bei ihrem Club. Straubings Managerin Ingrid Senft sieht die Rolle ihrer Mannschaft vor allem als Ausbildungsverein. Insofern sei man auch nicht traurig, wenn man sehe, dass viele Spielerinnen der letzten Saison jetzt bei Topclubs der Liga untergekommen sind. Das zeige, „dass wir unseren Job gut gemacht haben und sie auf das nächste Level gehoben haben“, so Ingrid Senft. Die schönste Erinnerung an die letzte Saison lässt sich für Straubings Managerin kurz zusammenfassen. Das sei der “verdiente Sieg gegen den SC Potsdam“ gewesen.

Für den USC war es der 3:1 Heimsieg gegen Schwerin, so Lisa Thomsen. Als Saisonziel formuliert sie, „endlich wieder mutigen und begeisternden Volleyball zu spielen.“ Dabei steht das Mitreißen der Zuschauer im Fokus. Straubings Headcoach van der Mark hat ein genaues Ziel vor Augen:“Wir wollen unsere Spielerinnen weiterentwickeln und das dritte Mal in Folge die Playoffs erreichen“.

Der weiteste Anfahrtsweg zum Auftaktspiel für Münster. Foto: Michael Mücke

VC Wiesbaden – Dresdner SC (19:30 Uhr)

Die Begegnung zwischen dem mit einer frisch gebackenen Olympiasiegerin (US-Libera Justine Wong-Orantes) dekorierten Team aus Wiesbaden und dem Deutschen Meister und Supercup-Sieger 2021 Dresdner SC verspricht spannend zu werden. Mit Turnieren und Testspielen konnten sich beide Mannschaften trotz Corona sehr gut auf die Saison vorbereiten. Auch Teambuildingmaßnahmen gehörten dazu, verbunden mit einer Menge Spaß.

„Das erste Spiel der Saison ist immer besonders“, erklärt Sandra Zimmermann, Geschäftsführerin des DSC. Sie findet, dass „mit Wiesbaden ein starkes Team“ auf uns wartet. Auch Tanja Großer und ihr VCW-Team freuen sich, „dass es endlich wieder los geht“ und man schauen kann, was nächstes Mal noch besser geht.

Sechs Neuzugänge hat der DSC zu verzeichnen. Kristina Kicka (Weißrussland), Sina Stöckmann, Sophie Dreblow, Linda Bock (alle Deutschland) und Layne Van Buskirk (Kanada) verstärken das Team aus der sächsischen Landeshauptstadt. Die erfahrene Kicka, bereits von 2013 bis 2016 beim DSC, wird die letztjährige Topscorerin und Saison-MVP Maja Storck (Schweiz) auf der Diagonalposition unterstützen. Jacqueline Quade, Neuzugang aus den USA, zog sich im Rahmen eines Testspiels einen Kreuzbandriss zu. Für sie ist die Saison damit, bevor sie überhaupt gestartet ist, schon wieder beendet.

Noch mehr Wechsel gab es beim VCW. Insgesamt neun Neuzugänge und einen Trainerwechsel vermeldeten die Hessinnen. Lena Große-Scharmann, Pia Leweling, Liza Kastrup, Joyce Agbolossou (alle Deutschland), Nina Herelová (Slowakei), Kveta Grabovská (Tschechien), Erica Handley (USA), Laura Künzler (Schweiz) und Dalila-Lilly Topić (Schweden) werden das Team in dieser Saison verstärken. Als neuer Cheftrainer wurde Benedikt Frank (bisher Straubing) vorgestellt. Neben Olympiasiegerin Justine Wong-Orantes, sind VCW-Urgestein Tanja Großer und die US-Amerikanerin Anna Wruck die Konstanten im Team.

Auf die Frage nach dem Saisonziel antwortet die seit 2012 für den VCW aktive Tanja Großer: „Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir noch kein Saisonziel vor Augen“. Die Mannschaft arbeite aber hart um „mindestens einen sicheren Play-Off Platz zu erreichen“.

Der frisch gebackene Supercup-Sieger zu Gast in Wiesbaden. Foto: Detlef Gottwald

VC Neuwied 77 – Rote Raben Vilsbiburg (19:30 Uhr)

Es gibt einen neuen Standort auf der Karte der Frauen Volleyball Bundesliga:  VC Neuwied 77. Der letztjährige Meister der 2. Bundesliga Süd spielt ab der neuen Saison 2021/22im Volleyball-Oberhaus. Mit Cheftrainer Dirk Groß hat man bereits seit 2019 einen erstligaerfahrenen Mann an der Seitenlinie. Kontinuität also auf der Trainerposition, wohingegen im Kader sieben Neuverpflichtungen getätigt wurden.

Zu Gast in Rheinland-Pfalz sind die Roten Raben aus dem bayerischen Vilsbiburg, mit 30 Spielzeiten fast schon ein Urgestein in der 1. Liga. Nachdem die letzten drei Spielzeiten jeweils auf dem fünften Rang endeten, soll es diese Saison weiter nach oben gehen. Genau wie bei den Gastgeberinnen verblieben fünf Spielerinnen aus der letzten Saison und sieben Neuverpflichtungen wollen integriert werden. Der erste Spieltag wird zeigen, wem dies besser gelungen ist.

Auf die Frage nach dem Saisonziel antwortet Groß: „Wir sind noch neu in der 1.Bundesliga und wissen nicht, wo wir stehen könnten“. Raben-Trainer Florian Völker hat klare Zielvorstellungen. Die Spielerinnen sollen verletzungsfrei bleiben und mutig sein, da  „die Gegner äußerst ungern gegen die Raben antreten, weil wir jedem Gegner gefährlich werden können“. Die größten Stärken der Raben seien dabei „mannschaftliche Geschlossenheit, Teamgeist und Siegeswillen“, so Völker. Für den ersten Spieltag haben die Raben eine klare Devise ausgegeben. Gegen den Aufsteiger sollen drei Punkte her.

Die Roten Raben im Auftaktspiel gegen den Liganeuling VC Neuwied! Foto: Andreas Geißler

Vier Duelle im BOUNCE HOUSE: Sportlicher und medialer Saisonstart in der 1. Volleyball Bundesliga der Männer

Nur vier Tage nach dem Supercup am vergangenen Samstag starten die Clubs der 1. Volleyball Bundesliga (VBL) der Männer am heutigen Mittwoch in ihre 47. Saison. Dabei feiert nach dem erfolgreichen Start beim Duell Meister gegen Pokalsieger auch das neue interaktive Medienerlebnis BOUNCE HOUSE seine Ligapremiere. Schon um 18 Uhr beginnt die Vorberichterstattung im Kanal von SPONTENT auf der weltgrößten Streaming-Plattform Twitch. Dort läuft ab 19 Uhr auch die Partie VfB Friedrichshafen gegen SVG Lüneburg aus der Ulmer ratiopharm Arena. Die weiteren Begegnungen BERLIN RECYCLING Volleys – Helios GRIZZLYS Giesen (SPONTENT_ONE), SWD powervolleys Düren – WWK Volleys Herrsching (SPONTENT_TWO) und Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee – United Volleys Frankfurt (SPONTENT_THREE) sind ab 19.30 Uhr auf den weiteren SPONTENT-Kanälen sowie bei Sportdeutschland.TV, der Web-TV-Plattform des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), zu sehen – allesamt kostenfrei.

Marcin Ernastowicz freut sich auf die neue Saison! Foto: Florian Zons

VfB Friedrichshafen – SVG Lüneburg (19:00 Uhr)

Die Auftaktbegegnung kann direkt mit einigen Neuerungen und Besonderheiten aufwarten. Für den Bundesliga-Rekordmeister VfB Friedrichshafen, der sich in der zweiten Saison hintereinander kurzfristig eine neue Spielstätte suchen musste, ist es der erste Auftritt in der ratiopharm Arena Ulm – rund 100 Kilometer entfernt vom heimischen Bodensee. Lüneburg feiert hingegen ein Wiedersehen mit der Mannschaft, gegen die man 2020/21 das letzte Playoff-Halbfinalmatch verlor. Und einer hat sogar die Seiten gewechselt: Zuspieler Joe Worsley trat vergangene Saison noch für Friedrichshafen an und ist jetzt nach Norddeutschland gewechselt.

Mit solcherlei Vorgeschichten verspricht die Partie spannend zu werden. Die Vorbereitung der SVG war durch zahlreiche Testspiele und gemeinsame BBQ-Events geprägt. Friedrichshafen konnte hingegen erst nach der EM mit einem kompletten Kader in die Vorbereitung starten. Dazu wurden Tests zuhause, in der nahen Schweiz und bei einem Turnier in Serbien gegen Paris Volley, PAOK Thessaloniki und Vojvodina Novi Sad absolviert. Klares Saisonziel beim VfB: „Es ist unser Anspruch, in die Finals der Bundesliga und des DVV-Pokals einzuziehen“, so Headcoach Mark Lebedew. Für Lüneburgs Trainer Stefan Hübner steht im Vordergrund: „No regrets am Ende der Saison!“

Der SVG-Kader wurde mit fünf Neuen verstärkt. Davon haben Joe Worsley (USA), Pearson Eshenko (Kanada) und der Ex-Bühler Tim Stöhr Bundesliga-Erfahrung. Mit dem brasilianischen Riesentalent Artur Nath und Auke van de Kamp (Niederlande) sollen gleich zwei neue Gesichter für Belebung auf der Außenposition sorgen. Und nicht zuletzt sorgt die neuerrichtete Lüneburger Arena für bis zu 3.500 Zuschauer schon vor ihrer Einweihung für Vorfreude. Bei den Häflern zählen neben dem deutschen Nationalspieler Simon Hirsch im Diagonalangriff unter anderem Vojin Cacic (Montenegro), Daniel Muniz (Brasilien), Luciano Vicentin (Argentinien) sowie die Kanadier Blair Bann und Lucas Van Berkel zu den Neuzugängen.

SVG Lüneburg ist bereit für die Liga, den Pokal und den Challenge Cup. Foto: Günter Kram

BERLIN RECYCLING Volleys – Helios GRIZZLYS Giesen (19:30 Uhr)

„Wir wollen endlich mal ein Heimauftaktspiel gewinnen. Egal gegen welchen Gegner“, zeigt sich GRIZZLYS-Geschäftsführer Sascha Kucera vor dem Duell mit dem amtierenden Meister und Supercup-Sieger ambitioniert. Auch mit längerfristigem Blick wissen er und Headcoach Itamar Stein, wohin die Reise gehen soll - in die Play-Offs und das Viertelfinale des DVV-Pokals. Die erfolgsverwöhnten BR Volleys wollen „beginnend mit dem Supercup um jeden nationalen Titel spielen“. Giesen sieht Geschäftsführer Kaweh Niroomand dabei als attraktiver Gast zur Saisoneröffnung.

Mit Testspielen und -turnieren in Polen für die nötige „Wettkampfhärte“ fühlen sich die Berliner, trotz langer Wartezeit auf Nationalspieler und Cheftrainer, gut vorbereitet. „Unsere größten Stärken sind die Erfahrung und die Siegermentalität im Team“, so Niroomand. Mit gezielt zusammengestellten Führungspersönlichkeiten und Spielern, die zuvor in verschiedenen Top-Ligen gespielt haben, hofft er, „dass auch in diesem Jahr die Breite unseres Kaders ein Pfund sein wird, mit dem wir wuchern können.“ GRIZZLYS-Cheftrainer Stein empfand „diese Saisonvorbereitung als viel einfacher im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Spieler waren im Sommer viel aktiver, und das macht alles etwas besser.“

Zu den Neuzugängen in der Hauptstadt zählen der argentinische Weltklasse-Libero Santiago Danani, Rückkehrer und Nationalspieler Ruben Schott, Jeffrey Jendryk und Matt West (USA), Nehemiah Mote (Australien) sowie Marek Sotola (Tschechien). Diagonal-Linkshänder Sotola ist mit 2,08 Metern der „neue Riese“ im Team. Bei den GRIZZLYS findet Stein, dass „jeder etwas Besonderes und vor allem Qualität mitbringt.“ Zu den neuen Spieler gehören hier Jean-Philippe Sol (Frankreich), der Spanier Augusto, Renato Colito, Last-Minute-Zugang Romans Sauss aus Lettland und das nach einem Gastspiel in Liga zwei ins Profigeschäft zurückgekehrte deutsche Nachwuchstalent Lorenz Karlitzek.

Wir freuen uns auf neue Jubelbilder. Foto: Jürgen Eich

Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee - United Volleys Frankfurt (19:30 Uhr)

Die Neuauflage des Pokalfinales 2021 gleich zum Start in die Saison 2021/22 sorgt von vornherein für Brisanz. Zudem haben mehrere Spieler die Seiten gewechselt: Zuspieler Byron Keturakis (Kanada) und Mittelblocker James Weir (Australien) sind aus Brandenburg nach Hessen gegangen. Den umgekehrten Weg hat der neue KW-Regisseur und -Kapitän Mario Schmidgall gewählt. Auch United-Trainer Christophe Achten (Belgien) stand vor wenigen Monaten noch bei den Netzhoppers an der Seitenlinie. Das Spiel verspricht „hohes Niveau“ sowie „tollen und fairen Volleyball“, sind sich Achten und Merle Hano aus dem PR-Bereich von KW einig.

„Auf jeden Fall der Moment, als wir den Pokal in Mannheim in die Höhe strecken durften“, beschreibt Diagonalangreifer Jochen Schöps seine schönste Erinnerung an die zurückliegende Spielzeit. Trotz schwieriger Phasen und verletzungsbedingter Rückschläge konnten sich die Frankfurter mit dem Gewinn des DVV-Pokals belohnen. Netzhoppers-Teammanagerin Britta Wersinger ist ein anderes Erlebnis ebenso gut im Gedächtnis geblieben: „Der Einzug ins Pokal-Finale beim Halbfinale gegen WWK Volleys Herrsching, eine Gefühlsachterbahn mit dem Sieg im fünften Satz mit 26:24.“ Die Randberliner bekamen dadurch viel mediale Aufmerksamkeit. „Es war für uns die erfolgreichste Saison seit der Vereinsgründung“, so Wersinger.

Der Kader der United Volleys wurde zusätzlich mit der deutsch-schweizerischen Nachwuchshoffnung Robin Baghdady und dem Schweden Viktor Lindberg, vergangenes Jahr noch in Lüneburg, verstärkt. Jedoch ist Trainer Achten vor allem froh, „wichtige Spieler aus der Vorsaison gehalten zu haben.“ Großes Pech hatte der Este Karli Allik, der sich bei der Europameisterschaft im eigenen Land das Kreuzband riss und auf Außen durch Max Staples (Australien) ersetzt werden musste. Die Mannschaft setzt sich als Saisonziel, „so viele Spiele wie möglich zu gewinnen.“ Das Erreichen der Playoff-Halbfinalspiele sowie die Möglichkeit, ein weiteres Mal im Pokalfinale zu stehen, um den Titel zu verteidigen, wäre, so Achten, „schon eine tolle Sache.“

Auch in Brandenburg hat sich das Team durch Zu- und Abgänge verändert. Max Chamberlain (USA) als bester Mittelangreifer aus der griechischen Liga und sein Landsmann Brandon Rattray als punktbester Spieler in Spanien wecken hohe Erwartungen. Als dritter Amerikaner kommt Blake Leeson hinzu. Mit dem Portugiesen José Jardim und Stefan Kaibald aus Estland konnten auch andere Spieler schon Meistertitel in ihren heimischen Ligen feiern. Für Coach Tomasz Wasilkowski steht fest: Wir wollen in Top vier. Wir möchten unseren bestmöglichen Volleyball spielen und so weit kommen, wie wir nur können.“

Schaffen die Netzhoppers wieder eine Pokalsensation? Foto: Frank Ziegenrücker

SWD powervolleys Düren – WWK Volleys Herrsching (19:30 Uhr)

„In Düren gibt es immer Duelle auf Augenhöhe“, weiß Herrschings Stream-Kommentator Louis Kochendörfer. Für Routinier Michael Andrei von den Gastgebern sind „Spiele gegen Herrsching immer hart umkämpft“ und vor allem sehr emotional. Dafür sorgen auch die zahlreichen Fans in der eigenen Halle, auf die sich beide Mannschaften für die neue Saison am meisten freuen. Herrsching wird erstmals im Münchener Audi Dome spielen, wo 6.731 Zuschauer Platz haben. „Und wenn wir so spielen wie 2020/21, dann geht auch in unserer Arena die Post ab“, so Mittelblocker Andrei.

Die Vorbereitung verlief auf beiden Seiten gut. Neben Teambuildingmaßnahmen in der Weinregion Rheinhessen (Düren) beziehungsweise im Klosterbiergarten Andechs (Herrsching) konnten die powervolleys ein Turnier in Polen bestreiten. Die WWK Volleys waren auf Gran Canaria und in Genf zu Gast. Erich Peterhoff, Gesellschafter bei den powervolleys Düren, will im Pokal so weit wie möglich kommen und zudem „eine gute Playoff-Ausgangslage erreichen.“ Auch Herrsching sieht sich im Pokalfinale oder zumindest -Halbfinale. Vorgenommen hat man sich, „den Volleyball in München (wieder) populär zu machen“, so das Management des „Geilsten Clubs der Welt“.

Bei Düren bringen junge deutsche Neuzugänge wie Moritz Eckardt, Filip John, Erik Röhrs und Melf Urban „echt Dampf“. „Und unser Blocker David Pettersson aus Schweden springt schon ein bisschen höher als ich“, gibt Michael Andrei zu. Den Kader auf Herrschinger Seite komplettieren unter anderem der bundesligaerfahrene Kanadier Luke Herr im Zuspiel, Samuel Jeanlys (Frankreich) auf der Diagonalposition sowie der Spanier Jordi Ramòn Ferragut auf Außen. Alle Drei haben laut Co-Trainer Michael Mattes Fähigkeiten, die die WWK Volleys Herrsching weit bringen können. Auf die Frage nach der größten Stärke seiner Mannschaft nennt Headcoach Max Hauser: „Das Team, das Team um das Team, die Einheit mit der wir in den letzten Jahren aus Sch…rott Gold gemacht haben.“ Die Dürener setzen auf ihre starke Abwehr und „viele Waffen im Angriff.“

Aufschlag in die neue Saison! Foto: Edmund Zuber

TSV Haching München

Für die im Durchschnitt jüngste Mannschaft der Volleyball Bundesliga der Männer geht es erst am Wochenende gegen die Helios GRIZZLYS Giesen los. „Die Spieler sind sehr motiviert und möchten viel lernen“, so Mihai Paduretu, Geschäftsführer des TSV. Durch die Kooperation mit 1860 München hat sich der Name des Vereins geändert. Gleichgeblieben ist jedoch die bodenständige Einstellung der Spieler und des Trainerteams. „Mehr Sätze als in der vergangenen Saison zu gewinnen“, lautet Paduretus Vorgabe.

Unter den Neuzugängen ist Diagonalangreifer Philipp Schumann hervorzuhaben, der in der zurückliegenden Runde noch für Düren aufschlug. Gleich mehrere Nachwuchstalente, die zum TSV gestoßen sind, kennen einen der Kontrahenten aus Giesen noch als Mitspieler: Lorenz Karlitzek, mit dem sie in der U20 für Haching zwei Mal deutscher Meister wurden. Unbedingt zu nennen ist auch der neue Cheftrainer Bogdan Tanase, der früher als Assistenzcoach beim großen VfB Friedrichshafen am Spielfeldrand stand. Auf die Frage, worauf sich am meisten gefreut wird, ist die Antwort wie bei allen anderen Mannschaften klar und deutlich: „Selbstverständlich auf viele Zuschauer!“

Neues Logo, neuer Mannschaftsname, neue Saison - Alles neu bei TSV Haching München. Foto: Marcel Lorenz

Grankin und Patch bescheren Berlin das Supercup-Triple

Meister und Titelverteidiger BR Volleys hat das Triple perfekt gemacht und nach 2019 und 2020 den Supercup gewonnen. Gegen die United Volleys Frankfurt setzten sich die Berliner in drei Sätzen mit 25:18, 25:19 und 25:20 durch und sicherten sich den ersten Titel der neuen Saison. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, damit können wir sehr zufrieden sein. Die Annahme war stabil und Sergey Grankin hat die Bälle überragend verteilt“, sagte BRV-Spieler Ruben Schott nach dem klaren Sieg bei Spontent, dem offiziellen Streaming-Partner der Volleyball Bundesliga der Männer.

BR Volleys können als Triple-Sieger feiern. (Foto: Michael Dittmer)

Und damit brachte er den Unterschied des Abends auf den Punkt. In der PALMBERG ARENA in Schwerin war es vor allem Zuspiel-Ikone Sergey Grankin, der im Zusammenspiel mit Benjamin Patch den Unterschied machte.

Im ersten Satz agierten die United Volleys bis zum 9:9 auf Augenhöhe mit dem Titelverteidiger, ehe Berlin Punkt für Punkt vorbeizog. Grankin ließ seine Genialität, mit seinem inzwischen berühmt berüchtigten einhändigen Zuspiel, Mitte des Durchgangs erstmals aufblitzen. Aus Frankfurter Sicht punktete Daniel Malescha, der am Ende zwölf Zähle beisteuerte. Patch auf der anderen Seite war jedoch nicht zu stoppen und führte die Berliner zum Satzgewinn (25:18).

Auch Durchgang zwei verlief nach dem gleichen Schema. Die United Volleys hielten den Satz zu Beginn ausgeglichen. Viel ging erneut über Malescha, auf der anderen Seite zimmerte Patch die Bälle ins Frankfurter Feld. Beim Stand vom 15:19 aus Frankfurter Sicht nahm Christophe Achten eine Auszeit, um die kleine Aufschlagserie von Grankin zu unterbrechen. Dies gelang jedoch erst zwei Gegenpunkte später – damit war der Satz entschieden. Patch verwandelte den Satzball zum 25:19.

Das Muster blieb auch in Durchgang drei erhalten. Bis zum 12:12 sahen die gut 950 Zuschauer in der PALMBERG ARENA ein ausgeglichenes Spiel. Neben Patch spielte sich auf Berliner Seite nun auch Cody Kessel richtig in Fahrt. Doch Frankfurt steckte nicht auf, kam in dieser Phase vor allem über Robin Baghdady zu Punkten. Letztlich brachten sich die United Volleys durch kleine Ungenauigkeiten um den Lohn ihrer Mühen und mussten erneut die Berliner davonziehen lassen. Es war Grankin, der mit einem frechen zweiten Ball die Partie beendete (25:20). Zum MVP des Spiels wählten die Zuschauer über die Supercup-App Benjamin Patch, der am Ende auf 18 Punkte kam.

„Wir haben mit dem Aufschlag nicht so viel Druck hinbekommen, wie wir uns das vorgestellt hatten“, sagte Malescha im Anschluss an das Spiel. „Auch im Block und in der Verteidigung, wo wir manchmal wirklich dran waren, konnten wir uns nicht belohnen.“ Die United Volleys warten weiter auf den ersten Supercup Titel der Vereinsgeschichte. „Wir können trotzdem positiv nach vorne schauen. Gegen Berlin ist es immer schwierig.“, fand Malescha mit Blick auf die anstehende Saison.

Zum ersten Mal konnten Fans des Männer-Volleyballs über den Streamingdienst Spontent auf Twitch interaktiv dabei sein. Eine gelungene Premiere war dieses Spiel in jedem Fall.

Autorin: Franziska Wagener

Dresdner SC gewinnt ersten Titel der Saison

Der erste Titel der Volleyball Bundesliga-Saison geht an den Dresdner SC. Der amtierende Meister setzte sich in einem packenden Klassiker gegen Pokalsieger und Supercup-Seriensieger SSC PALMBERG Schwerin mit 3:2 (25:17, 25:18, 17:25, 18:25, 15:10) durch. Schwerin verpasste damit in der heimischen PALMBERG ARENA den angepeilten fünften Supercup-Sieg in Serie. Stattdessen jubelt der DSC und holt sich vor rund 950 Zuschauern den ersten Supercup-Titel der Vereinsgeschichte.

„Ich bin extrem stolz auf meine Mannschaft, dass sie hier so abgeliefert hat“, sagte DSC-Coach Alexander Waibl. „Wir haben in den ersten Sätzen überragend gespielt. Danach hat uns Schwerin den Schneid abgekauft. Aber im Tiebreak waren wir wieder da und haben das Ding verdient gewonnen.“

Revanche geglückt: Dresdnerinnen können jubeln. (Foto: Michael Dittmer)

Die Damen aus Sachsen dominierten die sechste Auflage des Supercups von Beginn an. Präsenter auf dem Feld und in den entscheidenden Momenten näher am Ball, erspielten sie sich schnell einen Drei-Punkte-Vorsprung im ersten Satz. Der SSC, der nach der abgelaufenen Saison einige Veränderungen im Kader aufweist, hatte mit Abstimmungsproblemen zu kämpfen, vermeintlich leichte Bälle fanden keine Abnehmerin. Mit einer starken Aufschlagserie von Mittelblockerin Monique Strubbe und einer konzentrierten Abwehrleistung setzen sich die Dresdnerinnen mit 16:9 deutlich ab und sorgten so für die Vorentscheidung im ersten Durchgang. Nationalspielerin Jennifer Janiska war es letztlich, die den Satzball zum 25:17 mit einem feinen Shortcut auf den „Marktplatz“ verwandelte.

Auch im zweiten Satz zeigte Dresden deutlich, dass sich das Team in der PALMBERG ARENA etwas vorgenommen hatte. Schnell ging der amtierende Meister mit 5:0 in Führung und gab die Führung im Satzverlauf nicht mehr her. Dresden behielt bei langen Ballwechseln zumeist die Oberhand, so auch beim hart umkämpften Punkt zum 17:11. Erneut war es Janiska, die den Satzball zum 25:18 auf den Boden brachte.

Schwerin wäre nicht Schwerin, wenn die zwei deutlichen Satzverluste keine Reaktion hervorriefen. Offenbar hatte Trainer Felix Koslowski in der Pause die richtigen Worte gefunden. In Durchgang drei begannen die Gastgeberinnen konzentrierter und erspielten sich ihrerseits erstmals eine deutliche Führung. DSC-Coach Alexander Waibl zog beim 3:8 aus seiner Sicht bereits die zweite Auszeit des Satzes. Angeführt von der neugewählten Spielführerin Femke Stoltenborg, ließen sich die SSC-Damen den Durchgang allerdings nicht mehr nehmen. Mit 25:17 endete Satz drei zu Gunsten der Schwerinerinnen.

Auf dem Papier schien auch Satz vier eine klare Angelegenheit zu sein. Mit 25:18 sicherte sich der SSC den Durchgang und rettete sich in den Tiebreak. Viele umkämpfte Ballwechsel sorgten allerdings für reichlich Spannung. Besonders die deutlich verbesserte Blockarbeit brachte Schwerin die entscheidenden Punkte. Die Zuschauer zündeten Mitte des Satzes, als Dresden sich auf 17:19 herangespielt hatte, den Heimvorteil und peitschen ihren Schweriner SC mit Standing Ovations an.

Also hieß es: Alles auf Anfang und auf in den Tiebreak, bei dem der DSC unter anderem durch ein Ass den besseren Start erwischte - 4:1.  Das Spiel hatte nun alle Emotionen, die der Volleyballsport zu bieten hat. Der pure Wille dominierte auf beiden Seiten. Letztlich hatte der DSC den etwas längeren Atem und gewann die 6. Auflage des Supercups mit 15:10 im Tiebreak. Maja Storck, die mit insgesamt 25 Punkten die erfolgreichste Spielerin auf dem Feld war, verwandelte den ersten Matchball mit einem krachenden Aufschlag.

Im Gespräch mit dem Sender Sport1, der das gesamte Spiel übertragen hatte und als starker Partner die Saison der Frauen-Bundesliga begleitet, gratulierte Schwerins Libera Anna Pogany den Siegerinnen: „Glückwunsch an Dresden, das Team hat heute überragend gespielt. Wir haben uns zum Tiebreak gekämpft. Ein fünfter Satz kann so oder so ausgehen. Und heute war Dresden einfach ein Stückchen besser.“

Zum MVP des Spiels ist Dresdens Kapitänin Jennifer Janiska gewählt worden.

Autorin: Franziska Wagener

"Geile Chance, den ersten Titel zu holen"

Der erste Titel der Saison hat immer seinen Reiz, umso mehr, wenn endlich wieder Fans dabei sein dürfen. Die Meister und Pokalsieger der Volleyball-Bundesliga (VBL) bei Männern und Frauen ringen am Samstag (ab 17 Uhr) in der PALMBERG ARENA in Schwerin vor bis zu 1.000 Anhängern mit reichlich Start-Euphorie um die erste Trophäe der Spielzeit. Bei der sechsten Ausgabe des jungen, aber mittlerweile etablierten Wettbewerbs will Gastgeber SSC Palmberg Schwerin den Henkelpott im Klassikerduell gegen Meister Dresdner SC zum fünften Mal in Serie gewinnen. Ebenso wie bei den Frauen kommt es auch bei den Männern zu einer Neuauflage des Supercup-Matches des Vorjahres. Pokalsieger United Volleys Frankfurt fordert den Meister und zweimaligen Supercup-Gewinner Berlin Recycling Volleys heraus.

Das Klassikerduell zwischen Schwerin und Dresden sorgt bei Aktiven und Fans allein schon wegen der Rivalität der Klubs für Kribbeln. „Ich freue mich echt riesig auf das erste Kräftemessen gegen Dresden und habe dieses Jahr viel Vertrauen in die Mannschaft”, sagt SSC-Zuspielerin Femke Stoltenborg, die zur neuen Spielführerin ernannt wurde. Die auf sechs Positionen veränderte frische Schweriner Mannschaft kann die Erfahrung aus zwei Testspielen gegen Topklub VakifBank Istanbul einbringen. „Diese Spiele gegen eine der drei besten Mannschaften auf der Welt waren sehr lehrreich für uns”, sagt Trainer Felix Koslowski. Der Supercup nun sei „speziell für uns etwas Besonderes, weil wir das erste Mal wieder mit Zuschauern spielen können. Wir wollen gleich eine gute Leistung zeigen. Darauf arbeiten wir die ganze Vorbereitung hin”, betont Schwerins Coach, der auf seinen kompletten Kader bauen kann.

Kampf auf Augenhöhe zwischen Dresden und Schwerin. (Foto: Sebastian Wells)

Der Dresdner SC muss wegen einer Bänderdehnung wohl auf Libera Sophie Dreblow verzichten. „Es würde schon an ein Wunder grenzen, wenn sie spielen könnte”, sagt DSC-Trainer Alexander Waibl. Eine personelle Herausforderung für die Dresdnerinnen, da sie durch den Ausfall von Zugang Jacqueline Quade (Kreuzbandriss) ohnehin in der Annahme kreativ sein müssen. So muss der Meister aktuell auf die Eigengewächse Sina Stöckmann und Julia Wesser setzen, was allerdings ohnehin Klubphilosophie ist. „Der Supercup ist ein guter Gradmesser für den aktuellen Stand des Leistungsvermögens”, sagt Waibl. Doch der Coach weiß, dass seine Mannschaft nach den Abgängen von Leistungsträgerinnen wie Lena Stigrot, Lenka Dürr und Camilla Weitzel noch Zeit zur Entwicklung braucht. Nichtsdestotrotz möchte er beim Supercup sehen, „dass das Team auch emotional stabil spielt”. In der Vorbereitung gab es wie jüngst bei der 2:3-Niederlage in Potsdam stets Phasen, in denen die Gruppe wackelte. „Da wollen wir einen Schritt vorankommen, um gerade bei einem solchen Spiel, das live übertragen wird, bei dem es um einen ersten Titel geht und bei dem die Spielerinnen ein bisschen Druck verspüren, besonders aggressiv zu sein.”

Bei den Männern scheint die Ausgangslage eindeutiger. Meister BR Volleys geht als klarer Favorit in das Duell. Der Ligaprimus hat durch die Verpflichtungen von Libero Santiago Danani – Bronzemedaillengewinner mit Argentinien bei den Olympischen Spielen in Tokio – und Außen-Annahme-Akteur Ruben Schott noch mehr Stabilität dazugewonnen, während Säulen der Mannschaft wie Zuspieler und Kapitän Sergey Grankin und Scorer Benjamin Patch in Berlin geblieben sind und jetzt noch mehr Verantwortung übernehmen. „Natürlich müssen wir mit dieser Mannschaft um alle nationalen Titel kämpfen”, sagt Manager Kaweh Niroomand. Dazu zählt auch der Supercup, den die Berliner zuletzt zwei Mal in Serie gewinnen konnten. Allerdings fehlen in Schwerin gleich drei Akteure: die französischen Außen-Annahme-Spieler Samuel Tuia (Muskelfaserriss) und Timothée Carle sowie Mittelblocker Anton Brehme (beide Kniebeschwerden). Doch der Sieg im Härtetest beim polnischen Topklub Belchatow (3:2) zeigte, dass das erfahrene Team trotz kurzer Vorbereitungszeit schon auf hohem Niveau abliefern kann.

Pokalsieger Frankfurt und Meister Berlin treffen in Schwerin aufeinander. (Foto: Conny Kurth)

Herausforderer United Volleys rechnet sich dennoch Chancen aus. „Das Spiel hat schon Prestige und ist für uns eine geile Chance, bei diesem Höhepunkt gleich zu Beginn der Saison einen Titel zu holen”, sagt Frankfurts Diagonalangereifer Jochen Schöps. Der Routinier kündigt an: „Wir sind der Außenseiter, aber geben Vollgas. Chancen gibt es bei einem solchen Ein-Tages-Event immer. Man kann auch Berlin mal auf dem falschen Fuß erwischen. Wir werden sehen, ob wir sie ärgern können.” Der Supercup fehlt übrigens noch in der üppigen Titelsammlung des 37 Jahre alten mehrfachen deutschen und polnischen Meisters sowie Champions-League-Siegers, der sich auch auf die Kulisse freut. „Mit Zuschauern ist es wieder viel emotionaler. Wir wollen die Fans mitreißen und Stimmung von ihnen aufnehmen”, kündigt Schöps an.

Tickets

Für Kurzentschlossene sind noch wenige Tickets unter www.ticketmaster.de verfügbar. Es gibt keine Karten an der Tageskasse.
Bei der Veranstaltung kommt die 3G-Regelung zum Tragen. Das bedeutet, dass der Einlass nur mit einem entsprechenden Nachweis über eine Impfung, die Genesung oder mit einem offiziellen Test, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, möglich ist. Während des gesamten Aufenthalts in der Arena gilt die Maskenpflicht. Diese muss auch am Platz getragen werden. Essen und Trinken ist auf den Plätzen nicht gestattet.

Autor: Ullrich Kroemer

PlatzTeamSpielePunkte
1TSV Mimmenhausen615
2TV/DJK Hammelburg714
3BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe411
4TuS Kriftel611
5Blue Volleys Gotha610
6FT 1844 Freiburg79
7L.E. Volleys48
8TSV Mühldorf46
9SV Schwaig56
10Volley YoungStars Friedrichshafen56
11Dentalservice Gust VC Dresden65
12GSVE Delitzsch44
13TSV Grafing43
14TGM Mainz-Gonsenheim63
  • 14.09.2019 19:00: TSV Grafing vs TGM Mainz-Gonsenheim 3:1
  • Jahnsporthalle Grafing, Kapellenstraße 17 Grafing
  • 28.09.2019 20:00: BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe vs TSV Grafing 3:0
  • Sporthalle Otto-Hahn-Gymnasium, Im Eichbäumle 1 Karlsruhe
  • 12.10.2019 20:00: FT 1844 Freiburg vs TSV Grafing 2:3
  • Sporthalle FT 1844 Freiburg, Schwarzwalstrasse 181 Freiburg
  • 26.10.2019 19:00: AlpenVolleys Haching II vs TSV Grafing 1:3
  • Bayernwerk Sportarena, Utzweg 1 Unterhaching
  • 09.11.2019 19:00: TSV Grafing vs GSVE Delitzsch 3:1
  • Jahnsporthalle Grafing, Kapellenstraße 17 Grafing
  • 16.11.2019 20:00: TuS Kriftel vs TSV Grafing 0:3
  • Sporthalle Weingartenschule, Rossertstraße Kriftel/Ts.
  • 17.11.2019 15:00: VI Frankfurt vs TSV Grafing 1:3
  • Carl-von-Weinberg-Schule, Zur Waldau 21 Frankfurt
  • 23.11.2019 15:30: TSV Grafing vs Blue Volleys Gotha 2:3
  • Jahnsporthalle Grafing, Kapellenstraße 17 Grafing
  • 24.11.2019 15:30: TSV Grafing vs Volley Youngstars Friedrichshafen 3:0
  • Jahnsporthalle Grafing, Kapellenstraße 17 Grafing
  • 30.11.2019 19:30: SV Schwaig vs TSV Grafing 2:3
  • Hans-Simon-Halle, Mittelbügweg 11 Schwaig
  • 07.12.2019 19:00: TSV Grafing vs L.E. Volleys 2:3
  • Jahnsporthalle Grafing, Kapellenstraße 17 Grafing
  • 21.12.2019 19:00: TSV Grafing vs TV/DJK Hammelburg 1:3
  • Jahnsporthalle Grafing, Kapellenstraße 17 Grafing
  • 04.01.2020 20:00: TSV Mimmenhausen vs TSV Grafing 3:1
  • Bildungszentrum Salem, Schloßseeallee 45 Salem
  • 11.01.2020 19:00: TGM Mainz-Gonsenheim vs TSV Grafing 3:0
  • Neue Sporthalle Otto-Schott-Gymnasium, An Schneiders Mühle 2 Mainz
  • 18.01.2020 19:00: TSV Grafing vs BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe 3:0
  • Jahnsporthalle Grafing, Kapellenstraße 17 Grafing
  • 25.01.2020 19:00: TSV Grafing vs FT 1844 Freiburg 3:0
  • Jahnsporthalle Grafing, Kapellenstraße 17 Grafing
  • 01.02.2020 20:00: GSVE Delitzsch vs TSV Grafing 3:0
  • Artur-Becker-Sporthalle, Oststraße 11 Delitzsch
  • 08.02.2020 19:00: TSV Grafing vs TuS Kriftel 3:0
  • Jahnsporthalle Grafing, Kapellenstraße 17 Grafing
  • 22.02.2020 19:00: Blue Volleys Gotha vs TSV Grafing 0:3
  • Ernestiner Sporthalle, Am Tivoli 6 Gotha
  • 29.02.2020 19:00: TSV Grafing vs SV Schwaig 3:1
  • Jahnsporthalle Grafing, Kapellenstraße 17 Grafing
  • 01.03.2020 16:00: Volley Youngstars Friedrichshafen vs TSV Grafing 3:2
  • ZF Arena, Sportpark 6 Friedrichshafen
  • 14.03.2020 19:00: L.E. Volleys vs TSV Grafing
  • Sporthalle Brüderstraße, Brüderstraße 15 Leipzig
  • 21.03.2020 19:00: TSV Grafing vs AlpenVolleys Haching II
  • Jahnsporthalle Grafing, Kapellenstraße 17 Grafing
  • 22.03.2020 15:30: TSV Grafing vs VI Frankfurt
  • Jahnsporthalle Grafing, Kapellenstraße 17 Grafing
  • 05.04.2020 14:00: TV/DJK Hammelburg vs TSV Grafing
  • Saaletalhalle Hammelburg, Am Sportzentrum Hammelburg
  • 18.04.2020 19:00: TSV Grafing vs TSV Mimmenhausen
  • Jahnsporthalle Grafing, Kapellenstraße 17 Grafing